Meditation zur Arbeitswelt
Ich schaffe meine Arbeit nicht, es wird täglich mehr.
Ich bin von meiner Arbeit ausgelaugt und frustriert.
Ich bin überqualifiziert, sagt man und schickt mich stempeln.
Ich soll immer mehr leisten, wie ein Roboter.
Ich muss nur funktionieren, Geld eintreiben und tun, was man von mir verlangt.
Ich muss linientreu sein; eigene Meinungen gibt es nicht,
egal wie es mir dabei geht.
Ich will mein Bestes geben, aber niemand mir Anerkennung aus.
Ich arbeite gern,
weil ich für meine Arbeit Talent habe.
Ich arbeite gern,
weil ich anerkannt und geschätzt werde.
Ich arbeite gern,
weil ich mitbestimmen kann.
Ich arbeite gern,
weil ich eine Ausbildung habe, die in der Gesellschaft gebraucht wird.
Ich arbeite gern,
weil am Arbeitsplatz menschlich miteinander umgegangen wird.
Ich arbeite gern,
weil Weiterbildung möglich ist.
Ich arbeite gern,
weil auch Platz für jene ist, die in der Hochleistungsgesellschaft nicht immer mitkommen.
Ich arbeite gern,
weil Jung und Alt sich ergänzen.
Ich arbeite gern,
weil ich nicht ausgebeutet werde, um nur für die Arbeit zu leben.
(Christa Carina Kokol)