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Maiaufruf                                                               09. Februar 2017

 KAB -

Bewegung für soziale Gerechtigkeit

 

,,Bewegung für Soziale Gerechtigkeit", so lautet der Leitspruch der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) schon seit geraumer Zeit. Das Thema Soziale Gerechtigkeit steht nicht allein durch die KAB wieder im Fokus von Politik und Gesellschaft. Die KAB hat in den letzten Jahren jedoch mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, dass dieses Thema in Kirche, Gesellschaft und Politik nicht vergessen wurde.

Auch wenn jetzt die Agenda 2020, der Sozialabbau, die Deregulierung der Finanzmärkte, die Ausweitung des Niedriglohnsektors und viele andere Themen von vielen Akteuren wieder kritisch hinterfragt werden, dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Als Christen ist es unsere Pflicht, unsere Ideen und Modele einer gerechten (Arbeits-) Welt wieder und wieder bei Gesprächen in unseren Familien und bei Diskussionen und Veranstaltungen von Kirche, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften auf Orts-, Kommunal-, Landes- oder Bundesebene anzusprechen. Unsere Demokratie und die Idee Europa können nur dann eine Zukunft haben, wenn wir sie aktiv mitgestalten.

Die (Arbeits-) Welt verändert sich gefühlt immer schneller, dies birgt viele Herausforderungen, aber auch viele Chancen. Die Digitalisierung der Arbeitswelt (Industrie 4.0), die Auswirkungen durch den Klimawandel und viele andere Faktoren haben zur Folge, dass wir unsere aktuelle Wirtschafs- und Sozialpolitik überdenken müssen.

Beispielsweise führen unsere niedrigen Löhne dazu, dass wir günstig produzieren können, viele Konkurrenten weltweit unterbieten und zu viele Güter exportieren. Dies bedeutet auf der einen Seite, dass viele Menschen in Deutschland von ihrem Einkommen nicht leben können und es normal ist, dass in Familien beide Partner arbeiten müssen. Im Alter muss man sich häufig mit Minijobs über Wasser hatten, da die Rente nicht reicht. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass wir die Wirtschaft in anderen Ländern schwächen und dort die Arbeitslosigkeit steigt. In Verbindung mit dem Klimawandel haben zu viele Menschen keine Perspektiven in ihren Heimatländern. Sie müssen ihre Heimat verlassen, um ihrer Familie in einem anderen Land eine Zukunftsperspektive bieten zu können. Unser Papst macht darauf aufmerksam, dass diese Wirtschaft tötet. Um die Schöpfung zu bewahren und eine gerechte (Arbeits-) Welt zu gestalten, haben die Mitglieder der KAB viele Ideen entwickelt, beispielsweise das Rentenmodell der katholischen Verbände, die Ideen der KAB zu einem Grundeinkommen, der Schutz von Feier- und Sonntagen, die Kritik an Freihandelsabkommen, der Rechtschutz für Mitglieder der KAB / und der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und viele weiteren Ideen.

Durch die Mitglieder und ihr Mitwirken ist die KAB die Bewegung für Soziale Gerechtigkeit. Daher ist es Auftrag der KAB, weiterhin die Gesellschaft und die Politik im Sinne der Katholischen Soziallehre und der biblischen Botschaft mitzugestalten.

Aufruf zur Beteiligung

 

 

Vom 10.4. bis 31.5.2017 ist Sozialwahl – Deutschlands drittgrößte Wahl nach den Europawahlen und den Wahlen zum Bundestag. Rund 50 Millionen Versicherte der gesetzlichen Kranken- und Pflege-, Renten- und Unfallversicherung wählen ihre Vertreter/-innen in die Parlamente der Sozialversicherungsträger. Sechs Jahre lang bestimmen sie dort in der Selbstverwaltung – politisch unabhängig und ehrenamtlich – im Sinne der Versicherten bei allen wichtigen Entscheidungen mit. Beispielsweise wenn es darum geht, Ihre Versicherungsbeiträge wirtschaftlich einzusetzen.

Dazu kandidieren die drei christlichen Sozial-verbände – das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer-organisationen (BVEA) – gemeinsam unter den Slogan „Dreifach christlich. Einfach menschlich.“ Die Kandidatinnen und Kandidaten verfolgen das Anliegen, christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einzubringen. Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren.

Die Sozialwahl ist eine Briefwahl und der Briefkasten Ihre Wahlurne. Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle gesetzlich Versicherten, die am 1. Januar 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben. Mitte April werden die Wahlunterlagen verschickt. Ihnen liegen der Stimmzettel sowie ein roter, fertig adressierter und frankierter Rück-umschlag bei. Am besten direkt den Stimmzettel ausfüllen und bis spätestens 26. Mai 2017 in den Briefkasten werfen! Unterstützen Sie dabei die Kandidaten vom Kolping und der KAB!

Weitere Informationen zum Wahlprogramm und den drei Verbänden bekommen Sie im Internet auf www.aca-online.de oder in der Josefskirche am Schriftenstand.

 


 

Zusätzliche Informationen